Ein Funknetz ist schnell eingeschaltet und selten gut eingerichtet. Die Werkseinstellungen eines Routers passen für den Durchschnitt, nicht für Ihre Wohnung. Zwei Dinge entscheiden über das Ergebnis: wo das Gerät steht und auf welchem Kanal es sendet.
Der Standort ist der größte Hebel. Funk breitet sich kugelförmig aus, nicht gerichtet. Ein Router in der Ecke hinter dem Fernseher strahlt die Hälfte seiner Leistung in die Außenwand. Frei stehend, in Kopfhöhe und möglichst mittig in der Wohnung – damit lässt sich die Reichweite oft verdoppeln, ohne einen Cent auszugeben.
Beim Kanal geht es um Nachbarn. Im Bereich um 2,4 Gigahertz gibt es nur drei Kanäle, die sich nicht überlappen. Sendet der Nachbar auf demselben, teilen sich beide Netze die Luft. Die meisten Router suchen sich selbst einen freien Kanal, tun das aber nur beim Neustart. Ein Blick in die Kanalübersicht und eine feste Wahl bringen dauerhaft Ruhe.
Der Bereich um 5 Gigahertz ist weniger belegt und deutlich schneller, kommt dafür schlechter durch Wände. In einer Wohnung ist er fast immer die bessere Wahl, über zwei Etagen hinweg nicht. Moderne Geräte bieten beides gleichzeitig an und schicken jedes Gerät dorthin, wo es besser aufgehoben ist.
Zum Schluss die Verschlüsselung: aktuelle Verfahren einschalten, alte Verfahren abschalten, ein langes Kennwort setzen. Kurze Kennwörter aus Wörterbuchwörtern sind in Minuten geknackt, ein Satz mit zwanzig Zeichen praktisch nicht.





