Netzwerkkabel und Stecker

Kabel sind der unscheinbarste Teil eines Netzwerks und der zuverlässigste. Eine feste Leitung liefert gleichbleibendes Tempo, kennt keine Nachbarn auf demselben Kanal und keine Wand, die im Weg steht. Wo es möglich ist, schlägt sie jedes Funknetz.

Die Kategorien beschreiben, für welche Frequenzen ein Kabel geprüft ist. Für gewöhnliche Anschlüsse bis ein Gigabit reicht die ältere Bauform längst aus. Wer höhere Geschwindigkeiten plant oder eine Leitung fest in die Wand legt, nimmt eine Stufe mehr – ein Kabel im Putz tauscht man nicht so leicht wie eines auf dem Teppich.

Die Länge ist begrenzt: Ab hundert Metern zwischen zwei Geräten wird die Verbindung unzuverlässig. Für Wohnungen ist das keine Hürde, in größeren Gebäuden braucht es dazwischen einen Verteiler.

Bei günstigen Kabeln steckt der Haken in den Adern. Statt Kupfer wird manchmal beschichtetes Aluminium verbaut. Solche Kabel funktionieren kurz, brechen leicht und liefern bei Strom über die Datenleitung schlechte Werte. Ein Blick auf die Angabe reiner Kupferleiter lohnt sich.

Wer selbst Stecker aufsetzt, sollte auf die Reihenfolge der Adern achten und beide Enden gleich belegen. Eine vertauschte Ader fällt oft erst auf, wenn die Verbindung nur mit hundert statt tausend Megabit läuft.