Netzwerkspeicher

Ein Netzwerkspeicher ist eine Festplatte mit eigenem Anschluss ans Netz. Alle Geräte im Haus greifen darauf zu, ohne dass ein Rechner laufen muss. Für Fotos, Filme und gemeinsame Ordner ist das die bequemste Lösung.

Die Geräte gibt es mit einem Einschub oder mit mehreren. Mit zwei Platten lässt sich der Inhalt spiegeln: Fällt eine aus, läuft alles weiter, und die defekte wird getauscht. Das erhöht die Verfügbarkeit – ein Backup ist es ausdrücklich nicht, denn eine versehentlich gelöschte Datei wird auf beiden Platten gelöscht.

Ein echtes Backup liegt woanders: auf einer zweiten Platte, die nur zum Sichern angeschlossen wird, oder an einem anderen Ort. Wer beides hat, übersteht sowohl einen Plattenschaden als auch einen Fehlgriff.

Beim Kauf zählen zwei Dinge: der Anschluss ans Netz und die Belastbarkeit der Platten. Ein Gigabit-Anschluss begrenzt die Übertragung auf etwa hundert Megabyte pro Sekunde, was für Filme reicht. Und es gehören Platten hinein, die für Dauerbetrieb gebaut sind; gewöhnliche Schreibtischplatten geben bei ständigem Lauf schneller auf.

Wichtig ist außerdem der Zugang von außen. Bequem, aber die häufigste Ursache für Datenverlust in Privathaushalten: ein Speicher, der ungeschützt aus dem Internet erreichbar ist. Wenn schon, dann über einen verschlüsselten Zugang und mit einem zweiten Faktor.