Wartung und Support

Ein Netzwerk verlangt wenig Pflege und straft Vernachlässigung trotzdem. Der Aufwand liegt nicht in täglicher Arbeit, sondern in ein paar Dingen, die einmal angelegt und danach nur fortgeschrieben werden.

Das Wichtigste ist eine Aufstellung: welches Gerät hängt wo, mit welcher Adresse, seit wann, und wo liegen die Zugangsdaten. Diese Liste kostet eine Stunde und spart im Störungsfall einen halben Tag. Sie gehört an einen Ort, der auch dann erreichbar ist, wenn das Netz steht – ausgedruckt oder auf einem Gerät, das nicht daran hängt.

Dazu kommen Ersatzteile für alles, was den Betrieb anhält. Ein zweites Netzteil, ein Ersatz-Switch, ein paar fertige Kabel. Diese Teile kosten wenig und sind genau dann nicht lieferbar, wenn man sie braucht.

Regelmäßig zu tun sind drei Dinge: den Stand der Firmware prüfen, die Sicherungen testen und einmal im Jahr nachsehen, ob noch alles angeschlossen ist, was auf der Liste steht. Gewachsene Netze enthalten fast immer ein Gerät, von dem niemand mehr weiß, wozu es da ist.

Und schließlich der einfachste Rat: Änderungen nie am Freitagnachmittag. Wer umbaut, sollte Zeit haben, den Stand danach zu prüfen und im Zweifel zurückzugehen.